Eichhörnchen im Herbst

Eichhörnchen im Herbst

Was machen Eichhörnchen im Herbst? Die fleißigen Sammler halten keinen Winterschlaf, sondern nur Winterruhe. Dies bedeutet, dass sie neben dem Ernten der Früchte diese auch verstecken müssen und sie dann später wiederfinden. Für harte Zeiten legen sich Eichhörnchen viele verschiedene Futterdepots an, die teilweise einfach nur als Reserve dienen.

Eichhörnchen im Herbst – sehr aktiv

Für viele Tiere bedeutet der Herbst Erntezeit. Dies beantwortet auch Deine Frage, was machen Eichhörnchen im Herbst. Im Spätsommer bereits beginnen die kleinen Nager unermüdlich mit der Ernte an den Nussbäumen. Sehr beliebt in ihren Futterdepots sind neben den Haselnüssen auch die Walnüsse. Du kannst hier sehr gut die Nagetiere unterstützen, indem Du ein Futterhaus mit solchen Nüssen zur Verfügung stellst.

Nüsse sind nicht das einzige Futter

Neben den verschiedenen Nusssorten sammeln Eichhörnchen auch Eicheln, Bucheckern und Samen von verschiedenen Nadelbäumen wie Fichte, Lärche und Kiefer. Die Samen befinden sich in den Zapfen auf den Bäumen. Diese werden von den kleinen Hörnchen rund um das Jahr genutzt.

Vorsorge ist wichtig für die Nager

Da Eichhörnchen keinen Winterschlaf wie andere Tiere halten, müssen sie ihren Kobel jeden Tag verlassen und auf Futtersuche gehen. Viele der Nahrungsquellen stehen ihnen nicht das ganze Jahr zur Verfügung. Hier kommen dann die Futterdepots zum Tragen.

Die natürlichen Futterressourcen sind starken Schwankungen unterworfen und in keinem Jahr gleich. In der Folge wirkt sich dies massiv auf den Eichhörnchen Bestand aus. In Jahren mit wenig Futter wirst Du auch wenig Eichhörnchen finden. Anders sieht dies in guten Jahren aus. Selbst ein spätes Frühjahr kann sich durch einen Futterengpass auf die Population der Eichhörnchen auswirken.

Du kannst hier den Nagern hilfreich zur Seite stehen und für regelmäßigen Nachschub beim Futter sorgen.

Bemerkenswerte Fähigkeiten bei der Suche

Eichhörnchen legen sich viele verschiedene Futterdepots an. Dies hat viele Vorteile. Zum einen kann es vorkommen, dass einige der Depots nicht mehr gefunden werden und zum anderen sind einige Depots nicht erreichbar, weil sie zerstört oder anderweitig belagert wurden.

Die meisten ihren Futterdepots, die Eichhörnchen im Herbst anlegen, finden sie auch wieder. Hilfreich ist ihnen hierbei ihr überaus guter Geruchssinn. Damit können Sie Nüsse bis zu 30 cm unter einer Schneedecke erschnüffeln und dann ausgraben. Solche Depots kannst Du durchaus als Lebensversicherung für die Nager ansehen. Aus diesem Grund solltest Du niemals bewusst ein solches Depot zerstören. Vielfach reichen die Depots nur für wenige Tage, wenn die Futtersuche durch Schnee oder Wind nicht möglich ist.

Wie viel Nüsse bunkert das Eichhörnchen im Herbst?

Im Herbst verstecken Eichhörnchen nicht selten bis zu 10.000 Nüsse in verschiedenen Depots. Die meisten davon werden auch wieder gefunden. Neben dem guten Geruchssinn verfügt das Eichhörnchen über besonders ausgeprägte Hirnareale, die die Verstecke speichern. Mit ein wenig Glück kannst Du auch beobachten, dass ein Eichhörnchen eines der Depots aufgräbt, die Qualität der Nüsse überprüft und sie dann wieder einbuddelt.

Nicht gefundene Nüsse und Samen sind nicht ganz verloren, denn sie erfüllen einen anderen Zweck. Aus ihnen sprießen im Laufe der Zeit neue Bäume und Büsche, die wiederum als Futterquelle für die Eichhörnchen dienen.  Somit baut sich ein Eichhörnchen Stück für Stück seine Futterressourcen selbst an. Nicht zuletzt spielt das Eichhörnchen so eine wichtige ökologische Rolle im Kreislauf der Natur.