Nesträuber Eichhörnchen

Eichhörnchen ein Nesträuber?

Das Eichhörnchen als Nesträuber erscheint auf den ersten Blick unmöglich. Du hast dies dem possierlichen Tierchen sicherlich auch nicht zugetraut. Das Nagetier wird zum Nesträuber, wenn die Futterressourcen aus Samen, Nüssen und Co. nicht ausreichen. Im Schnitt muss das Nagetier pro Tag zwischen 35 und 80 g Futter verspeisen.

Vogelnester in Gefahr durch den Nesträuber Eichhörnchen

Unter Umständen kann das süße Eichhörnchen zum Nesträuber werden. Sicherlich hört sich das für Dich im ersten Moment sehr grausam am, doch es ist zum Glück nicht die Regel. Am liebsten fressen Eichhörnchen immer noch Nüsse und Samen. Wird das Nahrungsangebot knapp und wollen die Nager dem sicheren Hungertod entgehen, werden Eichhörnchen Nesträuber.

Wie sieht eine Nestplünderung aus?

Das Eichhörnchen holt sich kleine Jungvögel aus den Nestern. Sollte das possierliche Nagetier zusätzlich trächtig sein und seinen erhöhten Eiweißbedarf decken müssen, dann frisst es auch Vogeleier.

Vielfach konnte auch schon beobachtet werden, dass Eichhörnchen sich über kleines Aas wie etwa tote Mäuse oder tote Vogel-Babys hermachen.

An dieser Stelle möchten wir Dir sagen, dass die geringen Mengen an Jungvögel oder Vogeleier, die das Eichhörnchen als Nesträuber zu sich nimmt, keine Gefahr für die Vogelpopulation sind.

In Gärten kommen Eichhörnchen und Vögel sehr gut miteinander aus. Es ist manchmal sogar zu beobachten, dass sie sich einen Futterplatz teilen.

Frisst das Eichhörnchen Vögel?

Wir können Dich beruhigen und die Frage mit einem klaren NEIN beantworten. Wenn Du zu den Menschen gehörst, die gerne ein oder auch mehrere Eichhörnchen im Garten haben möchten, kann es ein, dass Du angefeindet wirst. Meist handelt es sich hier um Vogelfreunde.

Besonders in alten Schulbüchern wird das Eichhörnchen immer noch als Nesträuber dargestellt. Es gilt sogar als Vogelgefährder.  Du fragst Dich jetzt sicherlich, was ist an diesen Aussagen dran und wie gefährlich ist das Eichhörnchen wirklich.

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass Eichhörnchen keine Gefahr für die heimische Vogelwelt darstellen. Nur in ganz seltenen Fällen fressen sie einen Jungvogel oder bereits die Vogeleier. In der Regel herrscht dann jedoch eine Nahrungsknappheit, sodass das Nagetier nach etwas Fressbarem sucht, um dem Hungertod zu entgehen.

Was steht auf dem Speiseplan des Eichhörnchens?

Das Eichhörnchen deckt in der Regel seinen Nahrungsbedarf durch eine rein pflanzliche Kost. Ihren Bedarf an tierischem Eiweiß decken sie durch Insekten oder andere Kleintiere. Der Speiseplan eines Eichhörnchens sieht wie folgt aus:

  • Beeren
  • Nüsse
  • Samen
  • Insekten
  • Schnecken
  • Würmer
  • Insekten

Sollten Sie in ihrer Not doch einmal an ein Vogelnest gehen, verspeisen sie in der Regel tote Jungvögel, die im Nester verblieben sind.