Die Augen des Kaninchens

Die Augen des Kaninchens

Kaninchen sehen die Welt komplett differenziert als wie wir Menschen es tun. Als Fluchttier haben sie ihre Augen seitlich am Kopf und dadurch haben sie fast eine komplette Rundumsicht. Es gibt nur einen kleinen Bereich, den sie nicht einsehen können. Dieser liegt direkt vor ihrer Nase und ein minimaler Bereich am Hinterkopf. Dies ist typisch für ein Fluchttier, dass sich nicht verteidigt.

Die Kaninchen sehen dafür hervorragend Dinge, die hinter ihnen oder über Ihnen gerade stattfinden. Gerade das sehen, was oberhalb passiert, ist für ein Kaninchen sehr wichtig. Denn aus dieser Richtung kommen die gefährlichsten Feinde für das Kaninchen. Wie gut ein Kaninchen sieht, hat allerdings auch mit der Rasse zu tun. Denn je länger ein Fell ist, umso schwieriger wird es mit der Rundumsicht bei Deinem Kaninchen.

Die Pupille Deines Kaninchens

Die Pupille Deines Kaninchens ist zwar ähnlich aufgebaut, wie die eines Menschen, jedoch gibt es Unterschiede, wie Du wissen solltest, um Dein Kaninchen besser zu verstehen. Die Pupille des Kaninchens kann sich nicht wie die beim Menschen in Sekundenbruchteilen schließen, um Helligkeit als nicht blendend zu empfinden. Dies ist mit ein Grund, warum Kaninchen zu viel Helligkeit im Regelfall vermeiden.

Dazu kommt, dass die Linse beim Kaninchen deutlich weniger elastisch ist als bei einem Menschen. Dadurch können Kaninchen nicht so scharf sehen, wie dies ein Mensch tut. Kaninchen würden von einem Augenarzt als weitsichtig bezeichnet werden. Das bedeutet, dass alles was in der näheren Umgebung ist, wird unscharf wahrgenommen, weiter entfernte Dinge jedoch nicht.

Saubere Augen beim Kaninchen

Kaninchen und dreidimensionales Sehen

Damit ein Lebewesen dreidimensional sehen, also räumliche Tiefe wahrnehmen kann, müssen beide Augen den gleichen Bereich anschauen. Genau in diesem Bereich ist dann ein dreidimensionales Sehen möglich, da hier das Bild dann aus zwei unabhängigen Einzelbildern zusammengesetzt wird. Bei Kaninchen überschneiden sich die Sichtfelder der beiden Augen aber nur in einem Winkel von 30°.

Dies ist nur ein kleiner Bruchteil, von dem was ein Kaninchen gleichzeitig erblicken kann. So fällt es dem Kaninchen schwer Entfernungen aber auch Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen. Dieses Defizit an ihren Augen gleichen sie durch einen wackelnden Kopf aus, während sie sich bewegen. Dieser Vorgang wird als Parallaxe bezeichnet. Je weiter ein Objekt entfernt ist, desto weniger bewegt es sich während dieses „Wackelns“.

Das Kaninchen in der Dämmerung

Zwar ist das Kaninchen ein wenig farbenblind, da ihm die Rezeptoren für die Wahrnehmung von Rottönen fehlen und es dadurch die Welt in Blau und Grün sieht. Jedoch ist das Kaninchen ein Spezialist für die Dämmerung und da sind die Farben bei Weitem nicht so wichtig. Dies ist der Moment, wo die Kaninchenaugen am besten funktionieren.

Der Grund hierfür ist, dass in ihren Augen die Anzahl an lichtempfindlichen Stäbchen höher ist als bei tagaktiven Tieren. Selbst dann, wenn der schönste Sonnenschein ist, sehen Kaninchen nicht besonders gut, denn sie können ihre Pupillen nicht zusammenziehen und werden bei grellen Lichtverhältnissen geblendet. Mit diesen speziellen Augen können Sie sich in ihrem Kaninchenbau und in der Dämmerung hervorragend zurechtfinden und wurden von der Natur perfekt ausgestattet. Viel wichtiger für die Kaninchen sind ihre Nase und Ohren, denn im Dunkeln ihres Kaninchenbaus sind dies die wichtigeren Sinnesorgane und deshalb deutlich besser ausgebildet als ihre Augen.

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