Kokosöl Kaninchen

Kokosöl Kaninchen

Kokosöl Kaninchen ist keine neue Kaninchensorte, sondern wir möchten Dir hier aufzeigen, welche guten Eigenschaften Kokosöl hat und wie Du diese für Dein Kaninchen nutzen kannst. Wichtig ist zu erwähnen, dass Du nur Kokosöl aus biologischem und natürlichem Anbau verwenden solltest. Dann nur in diesem Öl alle wichtigen Nährstoffe enthalten sind.

Der Unterschied bei der Herstellung ist, dass natives/Bio Öl kalt gepresst wird. Hier werden nur die frischen Kokosnüsse verwendet, denn nur so ist gewährleistet, dass durch eine zu lange Lagerung wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen. Zwischen der Ernte und dem Öffnen, sowie dem verarbeiten der Kokosnuss vergehen hier meist nur 48 Stunden und alle wichtigen Nährstoffe bleiben erhalten.

Bei der Herstellung von industriellen Kokosöl wird die Nuss getrocknet, also lange gelagert und danach erst das Fruchtfleisch geraspelt. Dieses wird dann erhitzt und mechanisch gepresst, um das Öl zu gewinnen. Dabei gehen durch die Erhitzung und die lange Lagerung wichtige Inhaltsstoffe verloren, die in einem nativen Kokosöl vorhanden sind.

Die Lagerung von Deinem Kaninchen Kokosöl

Das Kokosöl wird meist in Dosen mit einem Schraubverschluss verkauft. Das Öl ist bei Raumtemperatur eine feste weiße Masse und verflüssigt sich erst ab Temperaturen um die 30 °C. Den Behälter solltest Du dunkel und kühl lagern, so das Dein Öl keine höheren Temperaturen als 20 °C bei der Lagerung ausgesetzt ist. Deshalb direkte Sonneneinstrahlung und Temperaturschwankungen vermeiden.

Beim Kauf solltest Du für Dein Kaninchen nur auf natives Kokosöl zugreifen und das hat mehrere Gründe. Zum einen ist die industrielle Massenproduktion dafür verantwortlich, dass Regenwälder vernichtet werden und ein sehr geringer Preis für die einheimischen Arbeiter/Bauern bezahlt wird. Dies wird beim Kauf von nativen Kokosöl besser geregelt und die Hersteller erhalten meist faire Preise.

Kokosöl Inhaltsstoffe

Das Öl besteht zu 90 % aus gesättigten Fettsäuren, die für uns Menschen, nach Aussage von vielen Wissenschaftlern ungesund sind. In Gebieten jedoch, wo die Kokosnuss stets verfügbar ist, wird der Großteil des zu sich genommen Fettes über die Kokosnuss in Form von Kokosnussöl aufgenommen. Diese Menschen haben eine genauso hohe Lebenserwartung, wie ein Mitteleuropäer und deshalb muss man hier differenzieren.

In Kokosöl sind verschiedene Säuren enthalten, die wichtigste davon ist die Laurinsäure, sie macht 50 % der Fettsäuren im Kokosöl aus, die darin vorhanden sind. Ein weiterer wichtiger Inhaltsstoff ist die Caprinsäure, welche tollen Eigenschaften diese beiden Säuren für Dein Kaninchen haben, erfährst Du nun.

Kaninchen Kokosöl

Kokosöl Kaninchen Anwendungsgebiete

Die häufigste Anwendung dürfte beim Kaninchen im Bereich der Fellpflege liegen. Hier werden ausgezeichnete Erfahrungen gemacht und Du unterstützt somit die natürliche Fellpflege Deines Tieres. Bevor Du das Kokosöl bei Deinem Kaninchen auf das Fell streicht, solltest Du an einer kleinen Stelle ausprobieren, ob Dein Tier das Öl verträgt. Eine Unverträglichkeit tritt nur selten auf, aber sicher ist sicher. Wichtig hier, sollte Dein Kaninchen ein gesundes Fell haben und keinerlei Anzeichen von Krankheiten, dann solltest Du das Kokosöl nicht auf das Fell auftragen.

Das Kokosöl hilft gegen Juckreiz, Hauttrockenheit und lindert Allergien. Aufgetragen wird es, indem Du eine erbsengroße Menge in Deinen Händen durch die Körpertemperatur schmelzen lässt. Dann kannst Du mit leicht massierenden Bewegungen, dass geschmolzene Kokosöl in das Fell einarbeiten. An kleinen Verletzungen oder Bereiche, wo die Haut ungleichmäßig ist, kannst Du das Kokosöl direkt auftragen.

Kokosöl schützt vor Parasiten

Die Laurinsäure und Caprinsäure sind Gift für Parasiten. Flöhe, Milben und auch Würmer werden durch die Aufnahme der Laurinsäure vertrieben. Die Säure sorgt für Unwohlsein bei diesen Parasiten und sie suchen sich eine andere Umgebung. Wie oft Kokosöl in das Fell eingerieben werden soll, da unterscheiden sich die Aussagen stark. Manche sagen zwei bis dreimal die Woche,  bei einem gesunden Tiere halten jedoch einmal wöchentlich für ausreichend.

Wesentlich einfacher, vor allem dann, wenn Dein Kaninchen topfit ist, ist es das Kokosöl unter das Futter zu mischen. Die meisten Kaninchen nehmen das Öl gut auf und zeigen keinerlei Abwehrverhalten dagegen, in der Form, dass sie ihr Futter nicht mehr aufnehmen würden. Hier genügt es ein bis zweimal die Woche pro 5 kg Körpergewicht einen ¼ Teelöffel Kokosöl dem Futter beizumischen.

Kokosöl gegen Kokzidien

Das Kokosöl kann bei einem Befall mit Kokzidien als Unterstützung für Dein gestresstes Kaninchen gegeben werden. Es unterstützt hervorragend die Darmflora und das Immunsystem. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass das Kokosöl unterstützend wirkt, es erspart Dir und Deinem Kaninchen nicht der Gang zum Tierarzt und die Einnahme von Medikamenten.

Jedoch kannst Du durch die regelmäßige Gabe von Kokosöl bei Deinem Kaninchen vorbeugend gegen den Kokzidien Befall vorgehen. Und so Deinem Kaninchen diese Erkrankung und den Tierarztbesuch ersparen.

Kokosöl Kaninchen Cunis Mischung

So mag Dein Kaninchen Kokosöl

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Deinem Kaninchen ein wenig Kokosöl unterzujubeln. Die einfachste Variante, die auch bei den meisten Kaninchen funktioniert ist es flüssiges Kokosöl auf ein Grünfutter zu träufeln und es dort erkalteten zu lassen. Diese dünne Schicht Kokosöl fressen Kaninchen meist problemlos mit und bekommen so ihren Schutz.

Wie wir alle wissen, gibt es aber auch extreme Feinschmecker unter unseren Fellnasen und deshalb hier eine weitere Variante, die von fast allen Kaninchen angenommen wird. Futterpellets/Cunis klein mörsern und diese mit geschmolzenem Kokosöl vermischen. Hier darauf achten, das ein Mischungsverhältnis von ca. 1 Teil Kokosöl und 4 Teile Cunis eingehalten wird.

Diese Masse in warmen Zustand zu kleinen Kügelchen mit der Größe eines 50 Cent Stückes formen und dann erkalten lassen. Bei akuten Erkrankungen tgl. 2-3 dieser „Pralinen“ geben. Als vorbeugende Maßnahme 1-2 mal pro Woche eine Kugel.

Kokosöl macht dick

Ja, das stimmt. Zu viel vom Kokosöl kann Dein Kaninchen dick machen und deshalb musst Du genau darauf achten, welche Menge für Dein Kaninchen gut ist. Also halte bei der Gabe von Kokosöl immer das Gewicht Deines Kaninchens im Auge. Bei den von uns angegebenen Mengen und einer ansonsten ausgewogenen Ernährung sollte die Zufütterung kein Problem darstellen.