Eichhörnchen Revier

Das Eichhörnchen Revier

Das Eichhörnchen Revier im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Die Tiere leben einzeln. Ausnahmen sind Muttertiere mit ihren Jungen oder gelegentlich Verbände von ein paar wenigen Tieren. Somit besitzt das Eichhörnchen auch kein festes Revier oder Territorium.

Wird der Garten als Eichhörnchen Revier angesehen?

Es drängt sich leicht der Verdacht auf, dass Gärten eine Art Eichhörnchen Revier darstellen. Schließlich kommen die Nager immer wieder. Dies hat allerdings nichts mit einem Revier zu tun, sondern viel mehr mit Gewohnheit. Das schlaue Eichhörnchen merkt sehr schnell, dass es in Deinem Garten oder auf dem Balkon immer wieder Futter von Dir bekommt. Dies wird sofort genutzt und das Futter regelmäßig geholt.

Wie groß ist ein Aktionsraum für Eichhörnchen?

Verschiedene Studien haben ergeben, dass der Aktionsraum der Eichhörnchen variabel ausgelegt werden kann. Die Größe richtet sich oft nach Art der Wälder, nach Nahrungsverfügbarkeit und nach Geschlecht der Tiere.

  • Laubwald – 0,5 bis 6,4 ha
  • Mischwald – 4,4 bis 17,6 ha
  • Nadelwald – 2,8 bis 121,6 ha

Die genannten Größen sind schon erstaunlich, wenn Du bedenkst, wie klein das Eichhörnchen ist. Es ist aber auch sehr flink unterwegs und streift nicht jeden Tag das komplette Territorium ab.

Während der Fortpflanzung haben die Männchen ein größeres Territorium. Geschlechtsreife Weibchen sind aggressiv gegenüber andern Weibchen.

Des Weiteren ist das Eichhörnchen auch immer entlang seiner bekannten Umgebung unterwegs, um fremde Regionen zu erkunden.

Es ist erstaunlich, dass Eichhörnchen bei der Suche nach Futter durchaus mehrere Kilometer pro Tag zurücklegen und auch wieder zu ihrem Kobel finden.

Was bedeutet Kulturfolger?

Eichhörnchen passen ihren Lebensraum immer an die Gegebenheiten an. Gerade in Städten wirst Du das sehr leicht feststellen.

Im Normalfall bewegt sich das Eichhörnchen in seinem Lebensraum frei. Entdeckt es jedoch Orte, wo es permanent Futter findet, dann wird es dort immer wieder zurückkehren. Dies kann ein Park mit Bäumen sein oder auch Dein Garten bzw. Balkon. Experten bezeichnen das Eichhörnchen als Kulturfolger (Hemerophile), da es seine Lebensbedingungen an die Nähe von menschlichen Ansiedlungen anpasst. Dies bedeutet nichts anderes, als dass das Nagetier dem Menschen in seine Kulturlandschaft folgt.

Das Gegenteil ist hierbei der Kulturflüchter. Es handelt sich hier um Tiere, die die Nähe von Menschen bewusst meiden. Ein sehr gutes Beispiel ist hierfür der Schwarzstorch, den Du nie in der Nähe von Menschen antreffen wirst.

Wann wird der Kobel geteilt?

Das Eichhörnchen teilt seinen Kobel bestenfalls in der Paarungszeit und in der Zeit der Aufzucht von Jungtieren. Ansonsten leben Eichhörnchen allein. Nur selten wirst Du mal eine Gruppe finden, die nichts mit den erwähnten Ausnahmen zu tun hat. Gerade im Winter kann es vermehrt vorkommen, dass wenigstens zwei Eichhörnchen in einem Kobel zu finden sind. Die Tiere wärmen sich dann aneinander.

Hat das Eichhörnchen ein Revier Verhalten?

Im Grunde genommen gibt es kein ausgeprägtes Revierverhalten bei Eichhörnchen. Die Tiere dulden es durchaus, wenn ein anderes Eichhörnchen durch ihr Territorium streift. Allerdings sollte das andere Tier nicht den Fehler begehen sich in unmittelbarer Nähe einen eigenen Kobel zu bauen.

Wie markiert das Eichhörnchen seinen Bereich?

Die tagaktiven Tiere sind Einzelhänger. An ihren Pfoten haben sie Duftdrüsen. Damit können sie ihren Bereich markieren und somit anderen Nagetiere sagen, dass hier schon ein Eichhörnchen lebt.