Fuchsspuren

Fuchsspuren

Fuchsspuren sind nicht nur die Fußspuren im Schnee des Fuchses, die Du manchmal entdecken kannst. Sondern auch die Fraßspuren und Losungen (Ausscheidungen), die vom Fuchs hinterlassen werden. Dank dieser Spuren kannst Du erkennen, ob Du nächtliche Besucher in Deinem Garten hast und ob diese Spuren wirklich auf einen Fuchs zurückzuführen sind.

Fuchsspuren – so sehen sie aus

Fuchsspuren zu erkennen ist nicht so einfach, denn sie ähneln stark den Abdrücken von Hunden, Katzen und teilweise sogar Igeln. Auch ein Marder hinterlässt ähnliche Fußspuren. Der Unterschied ist für den Laien nur schwer auszumachen, da sie sich nur in der Größe, der Zehenstellung und den Abdrücken der Krallen leicht unterscheiden. Wir versuchen zu erklären, wie es genau aussieht.

Bei den aufgezählten Tieren handelt es sich um sogenannte Zehengänger. Dieser Begriff, beschreibt die Art des Gangbilds. Diese Tiere hinterlassen beim Laufen von ihren vier Zehen und dem Hauptballen Spuren. Die Füchse haben einen rundlichen Hauptballen, während er bei den Hunden in die Richtung herzförmig geht. Beim Fuchs ist der Bereich zwischen den Hauptballen und den Zehenballen größer als beim Hund.

Eine Hundespur wird deshalb im direkten Vergleich gegenüber einer Fuchsspur gespreizter, etwa so, wie wenn Du Deine Hand in den Schnee drückt, dabei die Finger so weit wie möglich auseinanderspreizt. Eine Katze kannst Du leicht abgrenzen, da sie keine Krallenspuren beim Gehen hinterlässt.

Die Spur des Rotfuchses

Der Rotfuchs ist die einzige Fuchsart, welche in Mitteleuropa lebt. Ausnahmen gibt es nur durch Tiere, die aus Wildgehegen oder zoologischen Gärten ausgebüxt sind. Deshalb kannst Du beim Entdecken einer Fuchsspur in Deinem Garten davon ausgehen, dass diese von einem Rotfuchs stammt. So sieht eine Fuchsspur aus:

Länge4,5 cm bis 5 cm
Breite4 cm bis 4,5 cm
Formvier Zehen; die Außenkrallen sind leicht nach innen gebogen; die zwei Mittelkrallen liegen fast nebeneinander
VerlaufSchritte sind versetzt; die Schrittlänge beträgt zwischen 65 cm und 75 cm
VorkommenWald, Wiesen; Äcker, Gärten

Fuchs und Hund, die unterschiedlichen Trittsiegel

Im Garten entdeckst Du eine Spur, die eine Fuchsspur sein könnte. Beim genaueren Betrachten und mithilfe unserer Erklärung, wird Dir jedoch schnell klar, dass es sich hier um das Trittsiegel eines Hundes handelt.

Denn es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen den beiden Trittspuren. Ein Fuchs ist es so, dass sich die vorderen Ballen nicht mit den hinteren Ballen überschneiden. Beim genauen Betrachten einer Hundespur, wirst Du jedoch feststellen, dass hier die vorderen Ballen in die Abdrücke der hinteren Ballen hineinragen. So kannst Du leicht, die beiden Trittsiegel unterscheiden.

Fuchsspuren, der Trabgang

Die typische Fuchsspur entsteht dann, wenn der Fuchs trabt. Denn dies ist die häufigste Gangart des Fuchses und infolgedessen die Spur, die am häufigsten zu finden ist. Du musst Dir dies folgendermaßen vorstellen. Die Hinterläufe landen beim Traben in den Abdrücken der Vorderläufe. Je schneller der Fuchs diesen Trabgang umsetzt, umso genauer wird dieser auch als Schnürgang bezeichnete Abdruck.

Besonders im Schnee kann seine Sohle Schnürspur gut entdecken. Hier erkennst Du keine genauen Abdrücke mehr, da die Abdrücke der Vorder- und Hinterläufe am gleichen Punkt sitzen. Jedoch kannst Du Dir zu 99 % sicher sein, dass diese Spur die Spur eines Fuchses ist. Denn Hunde können diesen Schnürgang nicht durchführen und ihre vier Pfoten sind dicht nebeneinander beim Traben als Spuren zu erkennen.

Fuchsspuren – die Losung

Die Ausscheidungen eines Fuchses werden als Losung bezeichnet. Diese Losung enthält meistens Fell- und Federreste sowie häufig kleine Knochenteilchen. Eine Eigenart des Fuchses ist es, dass er seine Losung gerne an einer erhöhten Stelle absetzt. So hinterlässt er seine Fuchsspuren zum Beispiel auf einem Grenzstein oder auch auf einem Baumstumpf.

Die Losung hält sich über mehrere Tage und so kannst Du auch nach einigen Tagen noch erkennen, ob es sich um eine Fuchsspur oder um ein anderes Tier handelt. Die Losung sieht wurstförmig aus, ähnlich wie Du es von den Hunden kennst. Allerdings wird sie zum Ende hin zu einer gedrehten Spitze. Sollten mehrere Losungsstücke vorhanden sein, dann hat nur das letzte Stück diese gedrehte Spitze.

Im Regelfall hat die Losung eine Länge von 8-10 cm und besitzt einen ungefähren Durchmesser von 2 cm. Je nachdem, was der Fuchs frisst, so verändert sich seine Fuchsspur. Dies hat auch mit dem Lauf der Jahreszeiten zu tun. Im Winter ist die Losung eher von hellem Braun bis hin zum Grau gehalten. Während sie den Rest des Jahres dunkelgrau und häufig fast schwarz ist.

Eine sehr frische Losung, besitzt einen leichten Schleimüberzug. Die der Losung enthaltenen Knochenteile bleiben nach dem Zerfall der anderen organischen Stoffe zurück und haben einen dunklen Teint. Je mehr Haarreste in der Losung enthalten sind, desto länger behält sie die Form und kann von Dir besser bestimmt werden.

Fraßspuren des Fuchses

Ein typisches Beutetier des Fuchses sind Vögel. Solltest Du also einige Federn finden, dann kannst Du erkennen, ob diese von einem Kampf zwischen Fuchs und Vogel stammen. Beim genaueren Betrachten des Federkiels wirst Du eventuell feststellen, dass er glatt oder ausgefranst ist. Sollte er glatt sein, dann war der Jäger definitiv kein Fuchs.

Hier wird vermutlich ein Raubvogel erfolgreich gewesen sein. Sollte der Federkiel jedoch ausgefranst sein, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es ein Fuchs war. Die gleichen Spuren hinterlassen jedoch auch Marder und Iltis, wenn sie einen Vogel erlegen. Auch wenn es hier auf den ersten Blick nach Fuchsspuren aussieht.