Graufuchs

Der Graufuchs

Der Graufuchs (Urocyon cinereoargenteus) ist die dritte wichtige Fuchsart. Daneben gibt es noch den Rotfuchs und den Kitfuchs. Damit der Graufuchs vom Insel-Graufuchs in Nordamerika unterschieden werden kann, wird er oft auch als Festland-Graufuchs bezeichnet. Er gehört zur Familie der Hunde (Canidae). Ungewöhnlich für ihn ist, dass er auf Bäume klettern kann.

Die Merkmale des Graufuchses

Der Graufuchs hat eine für ihn charakteristische Fellzeichnung. Der Rücken ist immer grau, während die Unterseite weiß ist. Die Flanken, der Hals und die Beine dagegen sind rehbraun. Bei den meisten Tieren zieht sich ein schwarzer Streifen über den Rücken und Schwanz, wobei auch die Schwanzspitze schwarz ist.

Die Länge zwischen Kopf und Rumpf beträgt ca. 65 cm. Hierzu musst Du ca. 35 cm für den Schwanz rechnen. Seine Widerristhöhe liegt bei 30 bis 40 cm. Im Schnitt wiegt ein solcher Fuchs rund 5 kg, wobei die Männchen etwas größer als die Weibchen sind.

Wo ist der Graufuchs zu Hause?

Die Festlandtiere findest Du von Oregon über das südöstliche Kanada bis in den Westen von Venezuela.

Vermutlich kamen die Graufüchse von mehr als 24.000 Jahren auf die nördlichen Inseln von Kanada. Als vor rund 10.000 Jahren die Inseln durch einen Meeresspiegel anstieg voneinander getrennt wurden, ist es durchaus möglich, dass der Graufuchs vor rund 4.000 Jahren mit den amerikanischen Ureinwohnern die südlichen Inseln erreichte.

Wo und wie leben die Tiere?

Den Graufuchs findest Du am ehesten in bewaldeten Gebieten und im Buschland, aber auch in bergigem und zerklüftetem Gelände ist er anzufinden.

Ihren Bau übernehmen die Graufüchse entweder von anderen Tieren oder sie graben ihn selbst. In einem hohlen Baum kann ein solcher Bau auch bis zu 9 m über dem Erdboden liegen.

Der Graufuchs ist dämmerungs- und nachtaktiv. Er ernährt sich in erster Linie von kleinen Wirbeltiere, Insekten und von pflanzlicher Nahrung. Bei der pflanzlichen Nahrung sprechen wir von Früchte und Getreide.

Als einziger Hund kann der Graufuchs auf Bäume klettern, weshalb er auch oft als Tree Fox bezeichnet wird.

Es wird vermutet, dass diese Fuchsrasse monogam ist und ein Leben lang mit seinem Partner/in zusammenlebt. Pro Wurf werden durchschnittlich 7 Welpen geboren.

Gibt es den Graufuchs in Deutschland?

Nein. Die einzig vorkommende Fuchsart in Deutschland ist der Rotfuchs (Vulpes vulpes).

Weltweit gibt es noch eine Reihe von anderen Füchsen. Der kleinste ist hierbei der Fennek-Fuchs (Vulpes zerda). Es handelt sich hier um einen Wüstenfuchs, der in erster Linie in den Wüsten Afrikas zu finden ist.  Zu den weiteren Füchsen zählen:

  • Rotfuchs
  • Polarfuchs
  • Fennek/Wüstenfuchs
  • Blassfuchs
  • Afghanfuchs
  • Kapfuchs
  • Tibetfuchs
  • Swiftfuchs
  • Bengalfuchs

Gehören Graufüchse und andere Füchse zu den Hunden?

Auf den ersten Blick wirst Du wahrscheinlich denken, dass der Graufuchs aufgrund seines Aussehens zu den Hunden gehört. Das stimmt so aber nur teilweise.

Alle Füchse sind Caniden und somit hundeartige Wirbeltiere. In der Klasse der Säugetiere und der Ordnung der Raubtiere gehören sie zu den Beutegreifern.

Auch wenn die Füchse zu den hundeartigen Lebewesen gehören, haben sie sehr viel von Katzen mitbekommen.

Tragzeit des Graufuchses

Die Graufuchs Weibchen sind 63 Tage trächtig, bevor es im Frühjahr bis zu 7 Jungtiere auf die Welt bringt. Bei der Geburt haben die Kleinen ein schwarzes Fell, das sich erst im Laufe der Zeit verändert. Mit etwa 1,5 Minuten beginnen die kleinen Füchse normale Nahrung zu sich zu nehmen. Im Spätsommer oder Frühherbst verlassen die Jungtiere ihre Eltern, die weiterhin zusammenleben.

Wie klettert der Graufuchs auf Bäume?

Mit seinen Vorderpfoten greift er dabei leicht in den Stamm und drückt hierbei seinen Körper mit den Hinterbeinen nach oben. Dank der langen und auch starken Krallen kann er sich damit gut am Stamm festhalten. Zusätzlich kann der Graufuchs sehr gut auf verzweigte Äste springen, was ihm ermöglicht andere Tiere aus dem Hinterhalt anzugreifen.