Schlafender Fuchs

Schlafender Fuchs

Manche von Euch haben vielleicht schon einmal einen entdeckt, ein schlafender Fuchs. Doch der Schlaf des Fuchses ist nicht mit einem menschlichen Schlafverhalten zu vergleichen. Einen solchen Fuchs zu sehen, der mutmaßlich schläft, wird wahrscheinlich nur liegen, um zu ruhen. Dies macht der Fuchs an den unterschiedlichsten Orten. Zum richtigen Schlafen zieht er sich jedoch in seinen Bau zurück.

Schläft der Fuchs nachts?

Nein, der Fuchs schläft nachts nicht, da er ein Thema ist hier ist. Deshalb findet der Schlaf fast ausschließlich tagsüber in seinem Bau statt. Setzt die Dämmerung ein, beginnt der Fuchs durch sein Revier zu streifen und sucht nach Nahrung.

Mehrere Füchse wirst Du nur fast nie sehen, denn der Fuchs ist prinzipiell ein Einzelgänger. Nur in der Paarungszeit an verändert sich dieses Verhalten für wenige Tage oder Wochen.

Wie lange schläft ein Fuchs?

Die Anzahl der Stunden, in denen ein Fuchs schläft, sind in freier Wildbahn nur schwer nachzuvollziehen. Bei Füchsen, die in Gefangenschaft leben, beträgt die Schlafenszeit zwischen 9 und 10 Stunden am Tag. Deshalb kann davon ausgegangen werden, dass dies auch in der freien Wildbahn so ist. Dazu kommen noch einige Stunden, in denen die Füchse ruhen.

Schlafender Fuchs, wo schläft der Fuchs?

Hier muss man ganz klar unterscheiden zwischen Ruhen und Schlafen. Bei einem Platz, an dem der Fuchs ruhen kann, ist dieser nicht wählerisch. Dies kann unter Büschen, in einem hohlen Baumstamm, oder auch im hohen Gras sein. Regelmäßig wurde Füchse auch schon in Gärten entdeckt, wo sie sich in Blumenbeeten oder Hecken gemütlich gemacht haben.

Ein schlafender Fuchs bevorzugt jedoch einen geschlossenen Raum. Dies kann seine eigene Höhle sein, aber auch Bauten von anderen Tieren. Hier interessiert es ihn auch nicht, ob dieser Bau, oder diese Höhle noch bewohnt ist, denn er weiß, dass er das Tier vertreiben kann, oder dieses Tier Angst vor ihm hat und sich zurückzieht.

Hält der Fuchs Winterschlaf?

Ein Fuchs hält keinen Winterschlaf und auch eine Winterruhe, wie bei anderen Tieren findet nicht statt. Er ist das ganze Jahr über aktiv und hat in der Paarungszeit, die in die Monate Januar/Februar fällt, sogar eine erhöhte Aktivität. Ein erwachsener Fuchs benötigt pro Tag zwischen 150 und 300 g Nahrung. Sofern es dem Fuchs möglich ist, wird diese Nahrung frisch gefangen.

Nur in Ausnahmefällen legt sich der Fuchs Vorratslager an. Für dieses Lager hebt der Fuchs eine kleine Erdmulde aus, in dem er seine Vorräte deponiert und diese Mulde mit Blättern und Erdreich abdeckt. Der Fuchs hat ein ausgezeichnetes Gehör und so kann er auch bei einer dichten und geschlossenen Schneedecke hören, wie sich Mäuse unter der Schneedecke bewegen.

Durch dieses exzellente Gehör kann er mit einem gezielten Sprung die Mäuse fangen, ohne dass er sie vorhergesehen hat. Ein faszinierendes Schauspiel für den Zuschauer, das durch den guten Gehör- und Geruchssinn des Fuchses möglich ist.

Schlafender Fuchs, warum dreht er sich vor dem Schlafen im Kreis?

Bevor der Fuchs sich zur Ruhe begibt, dreht er sich mehrmals im Kreis, bevor er sich hinlegt. Dieses Verhalten hast Du eventuell schon einmal bei einem und beobachtet. Dieses Verhalten ist ein sogenanntes wildtypisches Verhalten von Tieren. Füchse als Wildtiere machen dies und unsere Hunde, stammen vom Wolf ab, sodass auch sie dieses Verhalten zeigen.

Forscher haben dieses Verhalten näher beobachtet und haben mehrere Erklärungsversuche und Vermutungen dafür gefunden.

Die erste Idee ist, dass der Schlafplatz bequem eingerichtet wird. Durch das Drehen und teilweise Wühlen wollen die Tiere ihren Schlafplatz gemütlich einrichten. Gleichzeitig wird dabei nach der günstigsten Liegeposition gesucht. Bei dem Wühlen und Scharren werden Steinchen und störende Unebenheiten vom Schlafplatz effektiv beseitigt.

Vor allem im Sommer werden dabei trockene und heiße Bereiche der Erde abgetragen. Darunter kommt feuchtes Erdreich zum Vorschein und der schlafende Fuchs hat so einen kühlen und angenehm temperierten Platz, um sich auszuruhen.

Gleichzeitig sorgt der Fuchs durch das Drehen für seine eigene Sicherheit. Er kann so prüfen, ob der Platz wirklich sicher ist. Andere Tiere in der Nähe werden durch die Geräusche verscheucht und werden ihn in seiner Ruhephase nicht mehr stören.

Eine weitere Theorie ist es, dass der Fuchs versucht durch das Scharren seinen eigenen Geruch zu überdecken. Dadurch macht es sich für Feinde unsichtbar, denn an den Pfoten des Fuchses haftet ein typischer Geruch, der für andere Tiere ein Zeichen für die Anwesenheit eines Fuchses in der Nähe bedeutet.

Während der Fuchs schläft oder ruht, sind diese Pfoten-Drüsen inaktiv, sodass keine Gerüche mehr verbreitet werden. So kann sich der schlafende Fuchs an seinem Ruheplatz vor Feinden mehr oder weniger unsichtbar machen.