Kaninchen vergesellschaften

Kaninchen vergesellschaften kann zu einer langwierigen und komplexen Aufgabe werden. Wir zeigen Dir, was Du dabei beachten musst und möchten Dir so helfen, dass Deine Kaninchen sich ohne übermäßigen Stress aneinander gewöhnen. Denn sie lieben es von Artgenossen umgeben zu sein, jedoch müssen sie sich oft in einem langwierigen Prozess aneinander gewöhnen.

Als fürsorglicher Kaninchenbesitzer wird Dir sicher klar sein, dass ein Kaninchen niemals allein gehalten werden sollte. Idealerweise suchst Du Dir zu Beginn Deiner Kaninchenhalter Karriere ein gleichaltriges Geschwisterpaar aus, um es bei Dir leben zu lassen. Hier gibt es keine Eingewöhnungszeit und die beiden verstehen sich im Regelfall gut miteinander.

Zusammenführen/Vergesellschaften

Dies sind die zwei Begriffe, die für Deine Vergesellschaftung von Kaninchen genutzt werden. Das Zusammenführen von zwei Kaninchen, die sich fremd sind, ist mitunter ein schwieriges Unterfangen. Denn Kaninchen haben innerhalb ihres Rudels eine strenge Hierarchie und so werden Neuankömmlinge erst einmal kritisch beäugt. Vor allem erwachsene Kaninchen können dabei sehr zickig sein.

Hier sind fast immer Streitigkeiten vorprogrammiert und so ist es nicht möglich einfach ein Kaninchen zu einem anderen zu setzen. Denn so kommt der Neuankömmling in ein gut markiertes Revier, das selbstverständlich vom Besitzer verteidigt werden muss. Aus diesem Grund muss eine Kaninchen Vergesellschaftung auf eine Art passieren, die Kaninchen möglichst wenig Stress macht.

Vorbereitung und Ablauf der Vergesellschaftung

  1. Als Erstes musst Du darauf achten, dass beide Tiere gesund sind. Idealerweise gehst Du mit beiden zum Tierarzt und gibst dort eine Kotprobe ab. So kannst Du davon ausgehen, dass keines der beiden Tiere geschwächt ist und damit einen Nachteil gegenüber dem anderen hat. Gleichzeitig erfährst Du den aktuellen Gesundheitszustand Deiner Tiere.
  2. Wenn möglich, solltest Du ein neutrales Gehege aufbauen, sodass kein Revieranspruch von einem der beiden gestellt werden kann. Achte darauf, dass das Gehege groß genug ist. Mindestens zwei, besser 3 m² pro Kaninchen und einige Rückzugsmöglichkeiten sind ideal.
  3. Setze die beiden Kaninchen zeitgleich in dieses neu aufgestellte Gehege.
  4. Je nach Temperament der Kaninchen, wird es mehr oder weniger lang dauern, bis die ersten Annäherungsversuche stattfinden.
  5. Nun kommt der unangenehme Teil, denn die Kaninchen jagen sich durch das Gehege, beißen sich und nicht selten findet auch ein Rammeln von dem ranghöheren auf dem rangniedrigeren statt.
  6. Dazwischen werden die Kaninchen immer wieder Pause machen und den anderen beobachten. Im Gehege solltest Du Nahrung und Wasser bereitgestellt haben.
  7. Der Abstand zwischen den Kaninchen verringert sich. Dies kann innerhalb weniger Stunden oder manchmal auch Tage dauern.
  8. Es wird gemeinsam gefressen und geschlafen.
  9. Wenn Punkt 8 erreicht ist, solltest Du das endgültige Gehege, sollte es ein anderes sein wie das aktuelle, vorbereiten.
  10. Nach 3-5 Tagen, wo die Tiere gemeinsam gefressen und geschlafen haben, kannst Du sie in ihr endgültiges Zuhause umsiedeln.

Vor dem vergesellschaften der Kaninchen

Solltest Du ein neues Kaninchen bekommen, dann sollte vor der Zusammenführung dieses Kaninchen 14 Tage allein gehalten werden. In dieser Zeit kannst Du erkennen, ob Dein Kaninchen Verhaltensauffälligkeiten hat, die durch Krankheiten bedingt sind. Dies kann Haarausfall, häufiges Niesen oder häufiges Kratzen an bestimmten Körperstellen sein.

In dieser Zeit kannst Du auch alle notwendigen Behandlungen, wie etwa eine Schutzimpfung von Deinem Tierarzt durchführen lassen. Sollte dies bereits von dem Vorbesitzer durchgeführt worden sein, umso besser. Ebenfalls empfehlen wir eine Kotuntersuchung, da so ein eventueller Parasitenbefall frühzeitig entdeckt werden kann.

Solltest Du einen frisch kastrierten Rammler zu einem nicht kastrierten Weibchen vergesellschaften wollen, dann ist nach der Kastration eine Wartezeit von mindestens sechs Wochen einzuhalten. Denn mehrere Wochen nach der Kastration sind die Rammler noch zeugungsfähig.

Ein neutraler Raum für die Kaninchen Vergesellschaftung

Das Kaninchen vergesellschaften sollte wie bereits mehrfach erwähnt auf neutralem Boden stattfinden. Dies heißt für Dich einen Raum finden, der von keinem der beiden Kaninchen als sein eigenes Revier angesehen wird. Dies bedeutet bei einem Kaninchen, das bereits bei Dir lebt, dass es einen Bereich geben muss, wo es davor noch nicht wahr.

Das ist mitunter schwierig, vor allem bei Wohnungskaninchen, die bei manchen Kaninchenbesitzern gerne die ganze Wohnung erkunden dürfen. Jedoch kannst Du Bereiche in Deiner Wohnung neutralisieren. Dies funktioniert, indem Du Einrichtungsgegenstände und Bodenfläche mit Essigwasser reinigst. Dadurch werden die Duftmarkierungen von Deinem Kaninchen entfernt.

Als gute neutrale Räume, haben sich vor allem Räume bewährt, die mit einem geschlossenen Boden, der feucht gereinigt werden kann, erwiesen. Hier fällt das Neutralisieren besonders leicht und eine Vergesellschaftung scheitert nicht an hinterlassenen Spuren. Wichtig ist auch, dass dieser neutrale Raum für mindestens zwei Wochen zur Verfügung steht.

Damit Deine Kaninchen auf dem glatten Untergrund nicht ausrutschen und sich nicht beim Jagen verletzen, solltest Du den Untergrund auslegen. Bewährt haben sich dabei Teppichbodenreste oder Teppiche, die bei einem Umzug von den Umzugsfirmen benutzt werden. Diese sind günstig, denn nach der Eingewöhnung kann es sein, dass diese entsorgt werden müssen.

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Der Ort der Vergesellschaftung

Das Gehege, wo die beiden Kaninchen vergesellschaftet werden, muss ausreichend groß sein. Es sollte mindestens 4-6 m² haben, solltest Du mehr Platz zur Verfügung haben, dann nutze ihn und vergrößere das Gehege. Denn je größer der Raum bei der Zusammenführung ist, umso stressfreier wird diese Zeit vorübergehen. Dazu hat ein großes Gehege den Vorteil, dass Du es nach und nach verkleinern kannst.

Denn sollten die beiden Helden keine Lust aufeinander haben, dann kannst Du Schritt für Schritt das Gehege verkleinern und so müssen sie sich zwangsläufig näherkommen. Wichtig bei der Ausstattung ist es auch, dass Du jede Gefahrenquelle, an der sich die Kaninchen verletzen könnten, aus dem Gehege entfernst. Denn beim Jagen achten die Kaninchen nicht mehr darauf, wo sie hinrennen.

Kaninchen vergesellschaften, die Einrichtung

Das Gehege, in dem die Kaninchen vergesellschaftet werden sollen, muss über mehrere Rückzugsmöglichkeiten verfügen. Dabei musst Du darauf achten, dass alle Rückzugsmöglichkeiten zwei Ausgänge haben. Denn beim Jagen, werden auch diese als Zufluchtsort genutzt und Deine Kaninchen müssen die Möglichkeit haben von dort zu entkommen.

Wie oben schon erwähnt sollte ein rutschfester Untergrund vorhanden sein, damit beim Jagen nichts passiert. Wichtig ist auch, dass der Untergrund gut gereinigt werden kann, denn gerade in dieser Seite werden Deine Kaninchen alles markieren, um ihr persönliches Revier abzugrenzen. Wichtig sind auch mehrere Toilettenplätze, damit die Kaninchen ungestört ihren Geschäften nachgehen können.

Ebenfalls solltest Du mindestens zwei Trinkplätze und zwei Futterstellen in einem größtmöglichen Abstand zueinander platzieren. Damit sorgst Du dafür, dass beide Tiere ungestört fressen können und so die Nahrungsversorgung sichergestellt ist. Ein einzelner Futterplatz kann dazu führen, dass das dominante Tier, das andere nicht fressen und trinken lässt.

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Die Kaninchen lernen sich kennen

Kaninchen vergesellschaften beginnt damit, dass beide Kaninchen zeitgleich in das dafür vorbereitete Gehege gesetzt werden. Dies geschieht möglichst weit voneinander entfernt, idealerweise in den beiden gegenüberliegenden Ecken des Geheges. Die Kaninchen beginnen nun ihre Umgebung zu erkunden und begegnen dementsprechend auch dem neuen Mitbewohner.

Die ersten Annäherungen können von freundlich bis rabiat ausfallen. So kann es passieren, dass sofort eine Jagd stattfindet und sich die Kaninchen gegenseitig beißen. Keine Sorge kleine Bissverletzungen, ein wenig Fell, dass durch die Gegend fliegt und gegenseitiges rammeln sind hierbei völlig normal. So wird auch in der freien Wildbahn die Rangordnung zwischen den Kaninchen festgelegt.

Selbst wenn es dabei wild zugeht, niemals die Kaninchen in dieser Phase trennen. Notwendig wird dies nur, wenn ein Kaninchen dem anderen starke Verletzungen zufügt. Eingreifen solltest Du nur dann, wenn Attacken gegen das Gesicht stattfinden und wenn sie sich so ineinander verweisen, dass sie nicht mehr loslassen. Ebenfalls solltest Du bei stark blutenden Wunden eingreifen.

Allgemein erreicht der Höhepunkt der Kaninchen Vergesellschaftung in der Zeitspanne von 12 bis 24 Stunden nach dem Kennenlernen. Dann haben Sie die Umgebung kennengelernt und wollen ihr Revier markieren und die Rangordnung herstellen.

Die Rangordnung wird hergestellt

Nach den oben beschriebenen 12–24 Stunden werden die meisten Rangeleien gestartet. Nun jagen sich die Kaninchen regelmäßig durch das Gehege, um dem anderen zu zeigen, wer das Sagen hat. Hast Du genug Rückzugsmöglichkeiten eingebaut, dann musst Du Dir keine Sorgen machen, dass sich die Kaninchen ernsthaft verletzen.

Denn beide werden die Pausen dazwischen benötigen, um sich auszuruhen und zu fressen. Dann ziehen sie sich jeweils in ihre Ecke zurück, um dort ihren eigenen Rückzugsbereich zu nutzen. Deshalb sind mindestens zwei Futterplätze und zwei Ruheplätze einzurichten. Diese Phasen von Jagd und Ruhe wechseln sich immer wieder ab und die Pausen dazwischen werden länger.

Nach 3-6 Tagen, sollten die Jagdphasen deutlich weniger geworden sein und Du wirst die ersten friedlichen Annäherungen beobachten können. Eventuell kannst Du jetzt schon beobachten, wie die Tiere friedlich nebeneinandersitzen und eventuell sogar gemeinsam aus einem Fressnapf futtern.

Kaninchen vergesellschaften erfolgreich beenden

Sollten sich Deine Kaninchen zum ersten Mal gegenseitig putzen, dann kannst Du Dir sicher sein, dass Du kurz vor dem Ziel bist. Selbst wenn dies bereits nach fünf oder sechs Tagen geschieht, solltest Du die beiden Kaninchen noch bis zum 14. Tag in dem Gehege lassen und sie intensiv beobachten. Denn so lernen sie sich noch besser kennen und die Eigenheiten des anderen verstehen.

Haben die Kaninchen in den letzten Tagen einen freundlichen Umgang miteinander gehabt, dann kannst Du den Umzug in das endgültige Gehege starten. Sollten dort bereits Kaninchen gewohnt haben, dann solltest Du alles, was darin mit anderen Kaninchen in Kontakt war mit Essigwasser neutralisieren. Denn nur so kannst Du Dir sicher sein, dass keine fremden Gerüche Deine Kaninchen stören.

Der Abschluss des Kaninchens vergesellschaften im neuen Gehege besteht darin auch hier die beiden Tiere noch einmal für ein paar Stunden genau zu beobachten. Denn manchmal kommt es zu erneuten Raufereien, die jedoch nur fast nie wieder mit Verletzungen einhergehen.

Letzte Aktualisierung am 29.09.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API