Eichhörnchen Käfig

Eichhörnchen im Käfig

Ein Eichhörnchen im Käfig zu halten, ist keine gute Idee. Es ist sogar verboten. Mit Käfig ist in diesem Fall etwas in Größe eines herkömmlichen Vogelkäfigs gemeint. Unter bestimmten Voraussetzungen, die wir Dir hier erklären möchten, können Eichhörnchen in einer Voliere gehalten werden.

Eichhörnchen im Käfig – wie groß muss dieser sein?

Von dem Gedanken Eichhörnchen im Käfig solltest Du Dich ganz schnell verabschieden. Nennst Du einen großen Garten Dein Eigen, dann kannst Du eine sehr große Voliere für die Nagetiere bauen. Wir meinen damit wirklich groß, denn es gibt durchaus Anlagen, die mehr als 100 Quadratmeter Bodenfläche haben.

Dauerhafte Haltung – nicht artgerecht

Sicherlich ist es möglich, das Eurasische Eichhörnchen in einem sehr großen Käfig (Voliere) zu halten und zu züchten. Dich auf Dauer kannst Du dem natürlichen Bewegungsdrang der Nagetiere nicht gerecht werden. Du solltest Dir hier Deiner Verantwortung bewusst werden und das Eichhörnchen aus dem Käfig in die Freiheit entlassen.

Nicht trendy, ein Eichhörnchen in der Wohnung zu halten

Leider wirst Du immer wieder auf Menschen treffen, die es absolut trendy finden, das Eichhörnchen in der Wohnung zu halten. Der Eichhörnchen Käfig wird dann oft auch als Hörnchenzimmer beschrieben, ist jedoch in keinster Weise artgerecht.

Das Eichhörnchen gehört zu den Wildtieren, welche sowohl das Klima wie auch die Erde und das Moos unter den Füßen benötigt, um glücklich zu leben. Es möchte zu jederzeit von Ast zu Ast hüpfen, den Wind im Fell spüren oder über die Wiesen rennen. Auf keinen Fall darfst Du das Eichhörnchen mit ein paar vertrockneten Ästen in ein Zimmer einsperren und denken, Du tust ihm was Gutes. Die Tiere beginnen im Kreis zu laufen und werden stereotyp.

Eichhörnchen im Käfig – niemals einfangen

Möchtest Du ein Eichhörnchen halten und eventuell auch züchten, benötigst Du keinen Eichhörnchen Käfig, sondern eine riesige Voliere im Garten. 

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, stellt sich die Frage, woher bekommst Du ein Eichhörnchen. Du darfst es in keinem Wald in der Natur fangen. Wende Dich an einen seriösen Züchter, der Dir gerne nach Kontrolle Deiner Voliere ein Tier verkaufen wird. So hast Du auch gleich einen Ansprechpartner, wenn es doch zu Fragen bei der Haltung kommen sollte.

Nicht jeder Eichhörnchen Züchter ist seriös

Du solltest hier sehr aufmerksam sein, denn unter den Eichhörnchen Züchtern tummeln sich leider auch viele Schwarze Schafe. Einige dieser sogenannten Züchter sind nicht um das Wohl der Tiere besorgt, sondern sehen nur ihren Profit.

Hast Du nur den geringsten Zweifel am Züchter und seiner Arbeit, dann scheue Dich nicht das Veterinäramt oder die Naturschutzbehörde zu informieren.

Es macht auch keinen Sinn, wenn Du aus Mitleid ein Eichhörnchen kaufst, um es aus den üblen Verhältnissen zu retten. Du bestätigst so nur den sogenannten Züchter in seiner Arbeit und er wird’s ungeniert weitermachen. Sorge viel mehr dafür, dass diesem Menschen das Handwerk gelegt wird.

Zum Bau des Eichhörnchen Käfigs

Der Gesetzgeber schreibt zur Haltung von Eichhörnchen eine Fläche von mindestens 3 Quadratmeter pro Tier vor. Wenn Du jetzt an die bewegungsfreudigen Gesellen denkst, wirst Du schnell selbst merken, dass dies im Grunde genommen viel zu wenig ist. Für zwei Tiere sollte der Eichhörnchen Käfig auf keinen Fall kleiner als 20 Quadratmeter sein.

Der Käfig sollten an zwei Seiten geschlossen, damit die Tiere weniger unter Zugluft leiden. Idealerweise kannst Du die Voliere an eine Hauswand stellen.

Die Innenausstattung

Der Boden sollte aus Beton gegossen sein. So kannst Du Wühlmäuse und Co. fernhalten. Über dem Betonsockel sollten sich ca. 40 cm Erde bzw. Waldboden befinden. Im Übrigen kannst Du hier sehr gut im Herbst Dein Laub aus dem restlichen Garten loswerden. Für die Eichhörnchen hat dies den Vorteil, dass sie ihre Nüsse hier wie in Freiheit verbuddeln können.

Sorge für möglichst viele Klettermöglichkeiten. Zusätzlich darf Gras und Moos nicht fehlen. Sehr beliebt bei den Eichhörnchen ist übrigens auch Rindenmulch. An Pflanzen in der Voliere empfehlen sich neben Baumkronen auch Bambus, Hopfen, Holunder und Haselnusssträucher. Holzscheiben dienen als Ablage für Futter- und Wasserschalen.  

Nicht vergessen darfst Du den Kobel in Deinem Eichhörnchen Käfig. Der kleine Nager benötigt schließlich einen Schlafplatz, der dem Vorbild der Natur gleicht.

Eichhörnchen im Käfig, es sind keine Haustiere

Ohne jegliche Erlaubnis ist es verboten, wilde Eichhörnchen zu fangen und sie als Haustier zu halten. Vor dem Gesetz gilt dies als Tierquälerei und wird laut dem offiziellen Bußgeldkatalog mit Strafen zwischen 5.000 und 50.000 Euro geahndet. Je nach Bundesland variieren die Strafen deutlich. Im schlimmsten kann auch eine Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren drohen.