Wurfbox Kaninchen

Eine Wurfbox Kaninchen ist ein umstrittenes Thema bei Kaninchenzüchtern. Für die einen unverzichtbar zur Zucht, für die anderen ein vernachlässigbares Utensil. Was Du beim Einsatz einer Wurfbox beachten solltest, das erfährst Du hier bei uns.

Wurfbox Kaninchen – deshalb ist sie wichtig

Kaninchen sind Fluchttiere und ziehen sich in fast allen Fällen zurück, um ihre Jungen an einem geschützten Platz großzuziehen. In der freien Wildbahn ist dies der Kaninchenbau, dort in der Mitte oder ganz am Rand, werden die jungen Kaninchen geboren und großgezogen. Eine solche Rückzugsmöglichkeit gibt es im Kaninchenstall in dieser Form nicht und sollte angeboten werden.

Eine Kaninchen Wurfbox wird nicht von jeder Kaninchendame angenommen, jedoch ist es kein Fehler, dass eine vorhanden ist. So kann Dein Kaninchen selbst entscheiden, ob es sein Nest in der Wurfbox oder außerhalb baut.

Diese Kriterien muss eine Wurfbox erfüllen

Zuerst einmal natürlich die richtige Größe für die Kaninchen, die darin ihre Jungen gebären sollen. Dabei wird grob in drei Größen unterteilt und die Maßangaben sind ungefähre Maße, die Du bei Deiner Kaninchen Wurfbox einhalten solltest.

  • Für Zwergkaninchen: 40 cm breit x 40 cm tief x 45 cm hoch
  • Für mittelgroße Kaninchen: 50 cm breit x 55 cm tief x 50 cm hoch
  • Für große Rassen: 55 cm breit x 65–75 cm tief x 55 cm hoch

Solltest Du Dir unsicher sein, welche Größe die richtige für Dein Kaninchen ist, dann greife sicherheitshalber lieber zu einer größeren Wurfbox, denn damit kannst Du nichts falsch machen. Die Wurfbox Kaninchen, also die Kaninchen, die eine Wurfbox bevorzugen, achten nicht so sehr auf die Größe, sondern für diese ist es wichtig, dass eine vorhanden ist.

Wichtig beim Kauf einer Wurfbox ist es auch darauf zu achten, dass der Eingang erhöht liegt. Bei einem Kaninchenhaus ist der Eingang ebenerdig, dies sollte jedoch bei einer Wurfbox nicht der Fall sein. Hier muss der Eingang erhöht sein, sodass die jungen Kaninchen nicht einfach aus der Box verschwinden können. Ebenfalls sollte der Deckel klappbar oder abnehmbar sein, sodass Du nach den Jungtieren schauen kannst.

Wurfbox – welches Material

Eine Wurfbox für Kaninchen sollte aus unbehandeltem Holz hergestellt sein. Keine Druckimprägnierung oder Ähnliches, einfach reines Holz. Hier können alle einheimischen Holzarten verwendet werden, am günstigsten sind die Wurfboxen aus Nadelhölzern wie Fichte oder Kiefer. Diese gibt es in großer Auswahl in Zoofachhandlungen oder im Internet zu kaufen.

Bei beiden Einkaufsmöglichkeiten werden oftmals zu kleine Wurfboxen angeboten. Denn häufig werden die Wurfboxen mit Nagerhäusern verwechselt. Dadurch dass ein Nest in der Wurfbox gebaut werden muss, muss die Grundfläche deutlich größer sein wie bei einem Lagerhaus. Deshalb achte beim Kauf genauestens darauf, dass Du die oben angegebenen Maße nicht unterschreitest werden.

Ansonsten kann es passieren, dass die Häsin teilweise unabsichtlich ihre Jungen aus der Wurfbox befördert, weil der Platz einfach zu klein ist.

Wurfbox für Dein Kaninchen selbst bauen

Solltest Du über ein wenig handwerkliches Geschick verfügen, dann kannst Du eine Kaninchen Wurfbox selbst bauen. Als Baumaterial benötigst Du:

  • Leimholz oder Sperrholzplatten (wir bevorzugen Leimholz)
  • Dachlatten
  • Schrauben
  • zwei Scharniere

Damit Du Deine Kaninchen auch zusammenbauen kannst, benötigst Du einige Werkzeuge, dazu gehören:

  • Akkuschrauber oder Bohrmaschine
  • Metermaß
  • Stichsäge
  • Schleifpapier
  • Bleistift zum Anzeichnen der Schnittstellen

Dies ist schon alles, was Du benötigst und natürlich Deine beiden Hände. Die Dachlatten werden benötigt, um eventuell etwas Stabilität in die Wurfbox zu bekommen. Denn je größer die Kaninchen Wurfbox wird, desto mehr einzelne Leimholzstücke musst Du aneinanderfügen. Hier sorgen Dachlatten an der Außenseite, dass alles schön stabil wird. Denn nur in einer Kaninchen Wurfbox, die nicht wackelt oder instabil ist, wird sich Deine Kaninchendame wohlfühlen.