Hamster Einstreu

Hamster Einstreu

Wer einen Hamster hat, der möchte natürlich, dass ein Hamster so artgerecht wie möglich gehalten wird. Dazu gehört es, dass die richtige Einstreu in seinem Wohnraum vorhanden ist. Doch nicht nur die richtige Einstreu, sondern auch die Höhe ist wichtig, um dem Hamster ein angenehmes Leben zu ermöglichen. Denn wie in der freien Natur möchte er buddeln und seine Gänge graben.

Was muss man beim Hamster Einstreu beachten?

Das gute zuerst. Du kannst für fast jeden Hamster die handelsübliche Kleintierstreu in Verbindung mit Stroh oder Heu verwenden. Dabei wird die Kleintierstreu in Schichten kombiniert mit Stroh/Heu aufgeschichtet. Hier ist es wichtig, die Einstreu Höhe zu beachten. Denn Zwerghamster und Goldhamster benötigen unterschiedliche Höhen, um in der Einstreu ihre Gänge graben zu können.

Bei einem Goldhamster solltest Du mindestens 30 cm Einstreu aufschichten. Die unterste Schicht sollte aus ungefähr 8 cm Kleintierstreu bestehen. Die zweite Schicht aus 8–10 cm Stroh/Heu und danach mit Kleintierstreu auf eine Gesamthöhe von 30 cm auffüllen.

Der Zwerghamster benötigt bedingt durch seine Größe eine geringere Höhe bei der Einstreu. Die Gesamthöhe sollte zwischen 20 und 25 cm betragen. Auch hier beginnst Du zuerst mit Kleintierstreu und einer Höhe von ca. 5–6 cm. Danach füllst Du eine Schicht Stroh/Heu mit 5–7 cm Stärke ein und füllst den Rest ebenfalls mit Kleintierstreu auf.

Das Schichten der unterschiedlichen Materialien sorgt für Stabilität, sodass die Gänge, die Dein Hamster in der Einstreu gräbt, nicht so schnell zusammenfallen. Der Aspekt der Stabilität ist es auch, warum wir diese Kombination empfehlen. Jedoch ist sie für Hamster mit langem Fell, wie der Teddy Hamster weniger gut geeignet.

Welche Arten von Einstreu gibt es?

Die bekanntesten beiden, haben wir die bereits vorgestellt, nämlich die Kleintierstreu und Stroh bzw. Heu. Doch es gibt noch einige andere Arten, die verwendet werden können. Auf die wichtigsten gehen wir hier kurz ein.

Kleintierstreu

Diese Variante wird am häufigsten verwendet und auch von uns empfohlen. Die Kleintierstreu besteht aus Weichholzspänen. Diese sind manchmal gröber und manchmal feiner, dies hängt vom Hersteller ab und hier musst Du ein wenig schauen, was für Dein Tier die beste Lösung ist. Damit Du ein Vergleich hast, solltest Du in eine große Zoohandlung gehen, um zu sehen, wurde die Unterschiede liegen.

Diese Weichholzspäne werden aus Nadelholz gefertigt und haben eine gute Saugfähigkeit, sodass es kein Problem ist, wenn Dein Tier auf das Material uriniert. Wichtig ist es beim Kauf darauf zu achten, dass keine Geruchsstoffe zugesetzt sind, denn das kann die Atemwege und die Augen Deines Nagers reizen.

Heu

Heu kann als Zwischenlage bei der Einstreu oder auch als Material für den Nestbau und als Polsterung für den Schlafplatz verwendet werden. Das Heu gibt es in vielen unterschiedlichen Qualitäten. Manchmal wird es als reines Heu angeboten, regelmäßig jedoch auch als Mischung. Dann sind darin Blumen und manchmal auch Obst untergemischt. Nimm am besten reines Heu, eventuell noch mit Blumen, aber niemals mit Obst. Das Heu kannst Du oft, wie auch die Kleintierstreu im Supermarkt günstig erwerben.

Stroh/Strohhäcksel

Das Stroh besteht aus Strohhäcksel, da ungebrochene Strohhalme zu lang wären. Durch diesen Bruch wird das Stroh weich und eignet sich dafür, dass Dein Hamster darin Gänge anlegen kann. Gehäckseltes Stroh gibt es im gut sortierten Zoofachhandel und Online. Häufig erhältst Du es bei Onlineshops, die auch Futtermittel für Pferde anbieten.

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Hanfstreu

Hanfstreu nimmt eine Sonderstellung ein, denn es eignet sich nur für Teddyhamster mit sehr langem und feinem Fell. Es ist leider teuer, doch die Teddyhamster können bei anderem Einstreu Probleme bekommen, da es sich schnell in ihrem Fell verfangen würde. Dazu ist es nicht geeignet, um darin Gänge zu bauen, da es keine Stabilität aufbaut. Die Hanfstreu ist im gut sortierten Zoofachhandel erhältlich.

Was muss beim Einfüllen der Hamster Einstreu beachtet werden?

Wie wir oben schon beschrieben haben, muss die Mindesthöhe beim Zwerghamster von 20 cm und beim Goldhamster von 30 cm eingehalten werden. Nur dann können die Hamster dort richtige Gänge graben. Wichtig ist dabei, dass eine möglichst große Fläche von der Einstreu vorhanden ist. So bringt es nichts einen Turm mit einer Grundfläche von 30 cm Kantenlänge und einem Meter Höhe aufzufüllen.

Die Hamster graben lieber lange und flache Gänge, um sich darin aufzuhalten und ihre Sachen zu deponieren. Beim Einfüllen solltest Du wie oben beschrieben in einem Schichtsystem arbeiten. Jede Schicht sollte nach dem Einfüllen fest angedrückt werden, sodass keine Luftlöcher entstehen. Beachten musst Du, dass die oben beschriebenen Zentimeterangaben nach der Komprimierung vorhanden sein sollen.

Die Reinigung der Hamster Einstreu

Es ist selbstverständlich, dass gelegentlich eine Reinigung der Einstreu ansteht. Dabei solltest Du darauf achten, dass Du immer nur einen Teil davon entfernst und neu auffüllst. Der Grund hierfür ist, dass Dein Hamster sich selbst riechen muss. Solltest Du also die komplette Einstreu austauschen, dann glaubt Dein Tier, dass es in einem neuen Revier ausgesetzt wurde.

Dies kann zu einer großen Stresssituation führen und sollte vermieden werden. Deshalb immer nach Bedarf, bei den meisten Tieren reicht es alle 4–8 Wochen, die Einstreu oberflächlich sauber machen. Sichtbare Kotspuren oder Klumpen, die sich durch das Urinieren gebildet haben, sollten alle ein bis zwei Tage entfernt werden. Damit die Einstreu länger sauber bleibt, empfiehlt es sich, eine Hamstertoilette aufzustellen.

Dieses sollte aus Keramik sein und nicht aus Plastik, denn so mancher randalierender Hamster zerlegt eine solche Toilette im Handumdrehen. Die Keramikausführungen sind außerdem leicht zu reinigen und können von Deinem Tier nicht einfach weggetragen werden. Gefüllt werden diese Toiletten mit Chinchillasand. Dieser verklumpt, wenn Dein Hamster sein Geschäft hinterlassen hat und kann dann, wie bei einer Katzentoilette einfach entsorgt werden.