Können Hamster pupsen?

Können Hamster pupsen?

Selbstverständlich können Hamster pupsen. Wie bei jedem anderen Säugetier auch können bestimmte Lebensmittel zu einer Gasbildung im Darm führen. Das Ergebnis ist, dass ein Hamster pupst. Welche Lebensmittel beim Hamster dazu führen, dass diese Gase gebildet werden, darüber möchten wir Euch informieren.

Richtig füttern, damit Dein Hamster nicht pupsen muss

Dass Dein Hamster pupst, ist erst einmal nicht schlimm. Denn jeder von uns kennt es, dass wir manchmal Blähungen haben und diese wieder aus unserem Darm entweichen müssen. Genauso ist auch beim Hamster, die normale Gasbildung ist ungefährlich und sollte Deinem Tier auch keine Probleme bereiten. Besonders Kohlsorten in jeder Variante sollten beim Füttern außen vor gelassen werden.

Die Hauptnahrungsquelle bei Hamstern sollte Trockenfutter und ein paar Mehlwürmer sein. Frisches Futter darf natürlich gegeben werden, jedoch nur in kleinen Mengen. Besonders gut eignen sich hier Karotten und Paprika. Obst sollte nur in ganz geringen Mengen angeboten werden und hauptsächlich dann, wenn man seinem Tier etwas Besonderes gönnen möchte.

Denn im Obst ist Fruchtzucker in hohen Mengen enthalten, was ein Hamster in seiner Physiologie überhaupt nicht benötigt. Wichtig ist bei Hamstern auf die Zufuhr von tierischem Protein, dies wird in Form von getrockneten Insekten geliefert. Die beste Variante sind hier Mehlwürmer, die jeder Hamster liebt. Ein wenig Käse oder Ei kann auch als Lieferant für tierisches Eiweiß genutzt werden.

Hamster pupsen aufgrund ihres empfindlichen Verdauungstraktes

Hamster haben einen sehr speziellen und empfindlichen Verdauungstrakt. Immer dann, wenn sie neues Futter bekommen, muss ihr Verdauungssystem sich darauf einstellen. Deshalb bei neuen Varianten im Futter immer mit einer kleinen Menge beginnen und Dein Tier genau beobachten. Vor allem junge Hamster reagieren auf Nahrungsmittel mit einem hohen Flüssigkeitsgehalt mit Durchfall.

Solltest Du dies bei Deinem Hamster feststellen, dann vorerst nur trockenes Futter geben und genau beobachten, ob Dein Tier unter Umständen teilnahmslos in der Ecke sitzt. Die Kombination Durchfall und Pupsen kann für einen Hamster lebensbedrohliche Ausmaße annehmen. Solltest Du Dir unsicher sein und Dein Tier keine Flüssigkeit und Nahrung mehr aufnehmen, dann stelle Dein Hamster umgehend einem Tierarzt vor.

Sollte Dein Hamster Durchfall haben, dann kannst Du ihm als beruhigendes Mittel für sein Verdauungssystem einen dünnen Kamillentee anbieten. Dies geschieht über seine normale Wasseraufnahme oder über eine Pipette, die Du ihm direkt an den Mund hältst. So beugst Du einer Dehydrierung vor, die bei dem kleinen Tier schnell passieren kann.

Warum muss ein Hamster pupsen?

Fast immer ist der Grund für das Pupsen, die Aufnahme von Lebensmitteln, die einen Gärungsprozess im Darmtrakt des Hamsters starten. Diese sogenannte Fermentierung wird durch Alkohol- und Zuckerverbindungen gestartet. Infolge dieses chemischen Prozesses wird im Darmgas gebildet, dies ist ein ganz normaler Vorgang und bei guter Fütterung ein Begleitprozess, der Deinem Tier nicht schadet.

Ist jedoch die Menge der Futtermittel zu groß, dann kommt es zu schmerzhaften Blähungen, die sich auch in einem Blähbauch bei Deinem Tier äußern können. Deshalb solltest Du folgende Lebensmittel nur in geringen Mengen verfüttern:

  • Obst
  • Milchprodukte
  • Gemüse
  • Hülsenfrüchte

Jedes Lebewesen nimmt beim Trinken und Essen automatisch Luft auf und führt diese Luft mit dem Speisebrei in den Magen-Darm-Trakt. Menschen und Tiere, die ihr Essen rasant aufnehmen, nehmen auch eine höhere Menge an Luft auf. Diese Luft muss nun über das Pupsen oder über die Blutbahn abgeführt werden. Bei einer hohen Menge geschieht dies zum Großteil über die Blähungen und damit über den After.

Jeder Hamster benötigt Eiweiß, um seinen Stoffwechsel auf Trab zu halten und Energie abgeben zu können. Viele Besitzer sind deshalb überzeugt, dass vor allem Joghurt und Käse eine sinnvolle Methode sind, um dieses Eiweiß zuzuführen. Wir raten jedoch davon ab. Der Grund ist, dass Hamster oftmals eine Laktoseintoleranz haben, dies bedeutet, bei der Aufnahme dieser Eiweißprodukte entstehen Blähungen und Koliken.

Dies wiederum führt dazu, dass der Hamster pupsen muss. Eine letzte Möglichkeit, warum Dein Hamster pupst, ist es, dass er bestimmte Darmbakterien in einer zu hohen Anzahl hat. Diese Bakterien sorgen dafür, dass mehr Gase gebildet werden und diese wiederum über den After entweichen müssen.

Wie erkenne ich, dass mein Hamster Blähungen hat?

Die sichersten Anzeichen sind Appetitverlust, ausdauerndes sitzen oder liegen und ein erhöhtes Ruhebedürfnis. Ebenfalls können Gewichtsveränderungen auf ein Problem mit dem Magen-Darm-Trakt hinweisen, weitere Anzeichen sind ein gekrümmter Rücken und eine Sitzposition, die wie aufgeplustert wirkt. Solltest Du eine oder mehrere dieser Anzeichen sehen, dann achte genau auf den Stuhlgang Deines Tieres.

Sollte dieser zusätzlich noch dünn oder Durchfall ähnlich sein, dann empfehlen wir Dir, Dein Tier unverzüglich bei einem Tierarzt vorzustellen.

Hamster-Babys: Diese 5 Fakten MUSST...

Weitere Möglichkeiten, warum Dein Hamster Blähungen hat

Häufig wird vergessen, dass ein Hamster ein Nager ist. Dies bedeutet, dass er immer wieder seine Zähne herunter arbeiten muss, weil diese unablässig nachwachsen. Damit diese abgerieben werden, müssen wir als Tierbesitzer dafür sorgen, dass die Materialien zur Verfügung stellen, an denen der Hamster knabbern kann. Dies sind Zweige, Äste und auch Holzstückchen.

Sollte Dein Hamster diese Zähne nicht mehr selbstständig kürzen können, dann kann er auch sein normales Futter nicht mehr richtig zerkleinern. Dies belaste den Magen und kann dazu führen, dass Dein Hamster Blähungen hat und pupsen muss. Hamster sind bekannt dafür, mehrere Verstecke anzulegen, in denen sie ihr Futter deponieren. Diese Futterplätze müssen von Dir regelmäßig inspiziert werden.

Sollte dies nicht regelmäßig gemacht werden, dann besteht die Gefahr, dass dort Essen verdirbt und der Hamster diese verdorbene Nahrung aufnimmt. Diese Aufnahme wiederum führt zu Blähungen und damit auch zum Pupsen. Hamster sind sehr reinliche Tiere und putzen mitunter mehrere Stunden am Tag ihr Fell. Dabei nimmt der Hamster unweigerlich Haare von seinem Fell auf.

Diese gelangen den Magen-Darm-Trakt und können diesen verstopfen oder belasten. Dadurch werden ebenfalls Blähungen hervorgerufen.

Was hilft gegen das Pupsen?

Es gibt einige Kräuter, die aktiv bei Blähungen gegeben werden können. Dazu gehört Dill, Petersilie und Basilikum. Manche Hamsterbesitzer schwören auch auf Ingwer und Fenchel, die sie ihren Tieren verabreichen. Wir persönlich würden auf Ingwer verzichten, können uns aber vorstellen, dass Fenchelsamen sehr gut bei Blähungen funktionieren. Das positive Ergebnis kennen wir von uns Menschen.

Wie bereits oben beschrieben kann ein Kamillentee und dementsprechend auch ein Fencheltee verabreicht werden, um Blähungen zu lindern. Dies am besten in der Kombination mit den oben aufgeführten Küchenkräutern. Alternativ zu den Küchenkräutern können aber auch Wildkräuter eingesetzt werden. Hier haben sich Löwenzahn, Schafgarbe und echte Kamille bewährt.