Wie sieht ein igelfreundlicher Garten aus?

Du möchtest etwas für den stacheligen Gesellen Igel tun und ein igelfreundlicher Garten soll bei Dir entstehen. Wir zeigen Dir, auf was Du unbedingt achten solltest, wenn Du den Igel dauerhaft in Deinen Garten integrieren möchtest und er sich wohlfühlen soll.

Igelfreundlicher Garten für das Säugetier

Insbesondere in der Nacht sind Igel unterwegs. Sie fressen den einen oder anderen Laufkäfer, eine Spinne oder auch mal eine Schnecke. Der Speiseplan des Igels besteht in erster Linie aus tierischer Kost. Dies bedeutet, dass der Igel Dir hilft Deinen Garten vor Schädlingen zu schützen. Du solltest daher Deinen Garten igelfreundlich gestalten, sodass der kleine Kerl sich auch wohlfühlt.

Igel bieten Dir auch ein großes Erlebnispotenzial. Du kannst ihn beobachten, wie er seine Jungtiere aufzieht oder wie er Vorbereitungen für den Winter trifft. Das ist alles ist nicht nur spannend, sondern auch ein Erlebnis, das Du immer und immer wieder genießen kannst.  Dazu musst Du Deinen Garten nur igelfreundlich gestalten.

Wie sieht der igelfreundliche Garten aus?

In keinem Fall übermäßig gepflegt und ordentlich. In Deinem Garten solltest Du extra eine Igelecke einrichten. Hier liegt Reisig, totes Holz und jede Menge Laub. Räume also nicht alles im Herbst ordentlich beiseite, sondern lass ruhig etwas davon liegen. Der Igel findet hier nicht nur Nahrung, sondern auch Schutz. Im gewissen Sinne bedankt er sich dafür bei Dir – er lässt Dich an seinem Leben teilhaben.

Beste Zeit, um den Igel zu beobachten

Tagsüber wirst Du den putzigen stacheligen Gesellen kaum zu Gesicht bekommen. Doch, sobald die Dämmerung hereinbricht, wird der kleine Kerl aktiv. Mit seinem ausgeprägten Geruchssinn stöbert er nach Nahrung und Kameraden. Mit seinen kurzen Beinchen huscht er durch Deinen Garten. Du kannst Dir Notizen zum Tagesablauf des Igels machen und so erkennen, wann er welche Aktivitäten einplant.

Igelfreundlicher Garten – Checkliste

  • Lasse Laub und Reisighaufen liegen
  • Biete dem Igel ein Winterquartier, eventuell ein gekauftes Igelhaus
  • Pflanze möglichst heimische Pflanzen und Gehölze an
  • Im Zaun sollte eine Öffnung von 10 x 10 cm sein, damit der Igel hindurchschlüpfen kann
  • Brenne niemals einen Reisighaufen ab, ohne diesen vorher umzusetzen
  • Achte auf einen giftfreien Garten
  • Decke Löcher, Gruben und Schächte ab
  • Stelle Trinkwasser für den Igel in einer flachen Schale bereit
  • Ein Gartenteich sollte eine flache Stelle oder eine Ausstiegshilfe haben, damit der Igel allein hinein und heraus kann

So lockst Du den Igel in Deinen Garten

Der Igel schützt sich vor Kälte, indem er Unterschlupf in einer Erdmulde, unter Wurzelwerk oder in einem Kompost- bzw. Laubhaufen sucht. Du kannst dem Igel helfen, indem Du Laub und Reisig nicht akkurat entfernst. Zusätzlich kannst Du ihm ein Igelhaus bauen oder ein fertiges Kaufen. Mit diesen Kleinigkeiten lockst Du den Igel in Deinen Garten und lädst ihn zum Bleiben ein.

Igel im Garten – darauf solltest Du verzichten

Hat sich ein Igel in Deinem Garten heimisch eingerichtet, musst Du auf einige Dinge verzichten, damit er auch bleibt. Tabu ist ein englischer Rasen und ein stets aufgeräumter Garten. Nach Möglichkeit solltest Du Deinen Mähroboter nicht bei Dämmerung oder in der Nacht laufen lassen. Auch bei anderen Arbeiten mit elektrischen Geräten, solltest Du erst nachschauen, ob Du keinen Igel gefährdest.